Integrated Community Development Los Ángeles de Malacatoya / Nicaragua.

Integrated Community Development and Design towards a sustainable Development of the newly built settlement Los Ángeles de Malacatoya / Nicaragua.

Nature of projects:
International Cooperation & Development, Post disaster Development (Hurrican “Mitch”), Integrated Urban and Community Development Project funded by Austrian Development Agency (ADA)

Partners:
Austrian Development Agency / ADA (AT), Casa de los Tres Mundos (NIC), Land Oberösterreich (AT), Pan y Arte / NGO (AT).

Responsibilities and tasks carried out:
Identification, Formulation (proposal writing)

Time frame:
2003 – 2004
(extended german version)
Multisektorale Förderung des Community Development Prozesses für eine nachhaltige Entwicklung der dörflichen Neuansiedlung Los Angeles in Malacatoya / Nicaragua

In der Schlussphase des integrierten Dorfentwicklungsprojekts liegt der Fokus neben der Schaffung weiterer Basis-Einrichtungen (Gesundheitszentrum, Schule) und Maßnahmen zur Arbeitsbeschaffung (Tischlerwerkstätte, Schneiderei, Bienenzucht, Heilpflanzen, Baumschule und Gemüseanbau) auf dem Prozess des Community-Building. Charakteristisch für die gesamte Projektdurchführung war und ist der stark partizipative Ansatz, der die Bevölkerung aktiv einbezieht und Ihre Vorstellungen weitestgehend in die Planung einfließen lässt. Auch die Realisierung ist partizipativ: Freiwilligen-Brigadas, Einbeziehen von lokalen human resources bei Koordination und Supervision.

Alle hier vorgestellten Projektbestandteile sind unter intensiver Beteiligung der Bevölkerung konzipiert und geplant worden. Ausdrücklicher Bestandteil des Projekts ist die Stärkung der Selbstorganisation der dörflichen Bevölkerung und die nachhaltige Herausbildung einer echten Dorfgemeinschaft. Für die Umsetzung ist in hohem Maße auch freiwillige, unbezahlte Mitarbeit der Dorfbevölkerung vorgesehen (und zugesagt), die sicher nur für ein Projekt erreichbar ist, von dem die Menschen sich selbst einen Nutzen versprechen.

Das hier vorliegende Projekt soll vier Hauptelemente zu diesem Prozess beisteuern:

A) Qualifiziertes Kursprogramm zur Förderung des Community Building. Im Mittelpunkt steht die Ausbildung von Führungspersönlichkeiten, die der Gemeinschaft helfen, ihre wichtigsten Probleme zu identifizieren, zu artikulieren und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Daneben werden Kurse zu den Themen Gesundheitsvorsorge, Umwelterziehung und Frauenrechte angeboten, komplettiert durch ein kulturelles Kursprogramm, das auf Kreativitätsförderung abzielt.

B) Dörfliches Zentrum der Kommunikation, Kultur, Bildung und Spiel. In der Mitte der großen Siedlung, umgeben von allen wichtigen Einrichtungen der Comunidad (Gesundheitszentrum, Gemeindehaus, Grund- und Aufbauschule und Kindergarten) soll auf dem 4.000 m² großen Areal ein ländlicher Park als öffentlicher Raum und Begegnungsstätte entstehen.

C) Identitätsstiftung durch Schaffung historischen und kulturellen Bewusstseins. Die Bewohner der Region – unmittelbar Betroffene der Hurrican-Katastrophe „Mitch“ 1998 – sind von Migration und kultureller Orientierungslosigkeit gekennzeichnet. Als Teil der integrierten Entwicklung wurde 2002/03 ein Skulpturenpark konzipiert und teilweise umgesetzt. Aus geretteten präkolumbianischen Funden wurden überdimensionierte Kopien angefertigt, um der Bevölkerung ein Stück Geschichte und Identität zurückzugeben. (Fertigstellung voraussichtlich 06/03). Eine Museumsskulptur als Begegnungsstätte und zentralem Bestandteil im Prozess der Identitätsbildung soll nun die nachhaltige Entwicklung einer lebendigen Gemeinschaft unterstützen. Die begehbare Museumsskulptur soll ein Mini-Museum mit geborgenen Originalen des nahe gelegenen geplünderten Indianerfriedhofs “San Pedro” beherbergen. Dieser Teil findet besondere – auch internationale Aufmerksamkeit –durch die Präsentation von Konzeption und Vorarbeiten beim Fifth World Archeology Congress (WAC-5) in Washington im Juni 2003.

D) follow up von erfolgreich abgeschlossenen Projekten. Während eines Kurses der durch EZA Mittel 2002 finanzierten Projekts “ESAAM” wurden von Künstlern der „Casa“ Bildgeschichten erarbeitet, die auf spielerische Weise Themen wie Umwelterziehung, Hygiene, soziale Fähigkeiten u.Ä. behandeln. Das edukative Kinderbuch soll editiert und gedruckt werden und u.a. an die Kinder in Malacatoya verteilt werden. Weiters soll der in der Entwicklung befindlichen Imkergruppe durch ein vertiefendes Kursangebot sowie gezielte Materialhilfen für die Erweiterung des Bienenstockbestandes bei der Entwicklung zu einer selbständigen Kooperative und zur Schaffung von Arbeitsplätzen geholfen werden.

A project funded by Pan y Arte Austria, Pan y Arte Germany and the Austrian Development Agency (ADA).